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Markus Hofer | Markierungen eines Moments

Die Arbeiten von Lukas Troberg lassen mich immer wieder an Markierungen denken. Sei es ein spontanes Besetzen eines Ortes oder eine langfristig geplante Ausstellung unterschiedlicher Objekte, der Prozess des Zeichensetzens liegt immer im Raum. Die Verwendung eines umgedeuteten Symbols in einem sich ständig ändernden Kontext lässt die Arbeit in gewisser Weise offen, erschließt sich nicht sofort. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich aber immer wiederkehrende Bewegungen. Es sind einerseits die präzise Erkundung eines Ortes, eventuell eine Eigenschaft, die aus der langen Beschäftigung mit der „Mitgestaltung des öffentlichen Raumes" herrührt, andererseits die Wahl der Gegenstände, die im Verlauf der Arbeit einer Art Auflösung unterzogen werden, aber immer noch eine Erinnerung an ihr früheres Dasein andeuten. Die Vernunft ist versucht eine Logik zu erkennen, die sich hinter der Auswahl der verwendeten Gegenstände verbirgt. Diese sind aber eher als Platzhalter für eine bestimmte Position in unserer Gesellschaft, genauer gesagt einer Position im öffentlichen Teil unserer Gesellschaft zu sehen. Die Andeutung eines Bezuges zum Momentanen lässt sich am besten dort erkennen, wo man sie eher nicht vermutet. Das ursprünglich spontane Setzen eines Zeichens wird zwar durch schier endloses Wiederholen zum Prozess, ist im Grunde aber immer der schnellen Markierung verhaftet.

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