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Seine Kunst entführt uns vom ersten Blick an in die Welt der ästhetischen Vollkommenheit: hochwertige und glatte Materialien wie Chrom und Plexiglas in Verbindung mit starken, leuchtenden LED Farben werden in komplexen beleuchteten Installationen vereint. Bildnis und Objekt gehen eine Symbiose ein und lassen das Auge zwischen Zwei- und Dreidimensionalität springen.

Hans Kotter studierte in New York und hat sich mit fotografischen Arbeiten, Konzeptkunst, Installationen und Lichtkunst in zahlreichen internationalen Ausstellungen einen Namen gemacht. In seinen minimalistischen Lichtobjekten führt er diese Erfahrungen zusammen in eine Auseinandersetzung mit Raum, Licht und Farbe. „Auf einzigartige Weise interpretiert Hans Kotter die Illusion, die uns tagtäglich umgibt; er arbeitet Essenzen der optischen Täuschung heraus und bringt uns die Schönheit des Details und des Sehens nahe. Hans Kotter zaubert nicht nur mit den Quellen des Lichts, er leuchtet aus, bringt auf den Punkt, was sich eigentlich im Dunklen abspielt. Hans Kotter manifestiert Aussagen, die es erst zu entdecken gilt. Es sind Metaphern, die bisweilen verwirren und das eigene Interpretationsvermögen in Frage stellen.

Ob Hans Kotter hypnotische Endlosspiralen gleich einer Reise durch ein Wurmloch inszeniert, oder Ensembles aus Kreisen und Linien zu abstrakten Raumgebilden zusammen fügt, seine Arbeiten sind Reflexionen über den Prozess der Wahrnehmung und Studien über die Herstellung von Atmosphäre. Auch der umgebende Raum bleibt daher von Kotters Choreografie aus Licht und Farbe nicht unberührt. An den Wänden entstehen diffuse Landschaften, Überlagerungen und Spiegelungen, die Kubatur des Raumes verliert sich im Dunkel, viele Details verschwinden, doch werden dafür andere elementare Rauminformationen zum Vorschein gebracht. Die Arbeiten verändern den Raum nicht nur farblich sondern strukturieren, teilen, versperren, oder öffnen ihn und geben der gesamten Umgebung einen gänzlich neuen Rhythmus. Die Lichtimpulse in ihrer aktivierenden oder einfrierenden Funktion akzentuieren dabei die visuelle Opposition zwischen Bewegung und vollkommener Starre.

Der Reduktion von Material, Farbe und Form stellt Hans Kotter inhaltlich ein komplexes und tiefgehendes Anliegen gegenüber. Der Künstler spielt mit der Sehnsucht unserer Gesellschaft nach Perfektion und hinterfragt zugleich jene Bestrebungen, die darauf abzielen unsere Umwelt zu kategorisieren, zu berechnen und zu steuern.

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