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22.06.–29.07. & 1.09.–30.09.2022
Project 12 kuratiert von Marcello Farabegoli

SAMMLUNG FRIEDRICHSHOF STADTRAUM
Schleifmühlgasse 6 / 11
1040 Wien, Österreich

Eröffnung: Dienstag, 21. Juni 2022, 16 – 20 Uhr
Performance von Marko Marković TBA

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Der durch Selbstbestimmung hervorgerufene Überlebensinstinkt bildet eine gemeinsame Erfahrung von Wesen, die unter extremen Lebensbedingungen zusammenleben, vertrieben und umgesiedelt wurden aus ihrer natürlichen Umgebung in die Ungewissheit einer fremden Landschaft. Die Performativität in Markovićs Werk bestimmt den Versuch, an verschiedenen Orten gleichzeitig zu existieren, in Parallelwelten, die im Raum soziopolitischer Beziehungen, vager Intimitäten und versteckter, unsichtbarer Unaufrichtigkeiten verschmelzen. In der Mischung dieser Welten verändern die psycho-physischen Transformationen zwischen Gedanken, Erinnerungen, Körpern, Realität und Imagination die Wahrnehmung und Erfahrung dessen, was Identität ist oder werden kann.
Iron Waterfall (Eiserner Wasserfall) reflektiert über diese Machtverhältnisse und lässt dabei persönliche Erfahrungen einfließen sowie die Erfahrungen anderer, von solch ambivalenten Trugbildern betroffener. Derart definiert Marković "Zwischenpositionen" mächtiger Gesellschaften und erläutert diese durch Kunst, soziales Engagement und Kulturarbeit, die seine Herkunft aus Südosteuropa widerspiegeln sowie seine Reisen von einem System zum anderen während eines Großteils seines Lebens.

Als künstlerischer Forscher befasst sich Marko Marković mit kollektivem Engagement in selbstorganisierten Gesellschaften, die mit performativen Kommunikationsstrategien autonome Modelle des Zusammenlebens schaffen. Seine Arbeit beschäftigt sich mit Performativität durch Körperkunst, Happenings, Interventionen im öffentlichen Raum, Aktionen und Identität, die als soziale Experimente neu positioniert werden.
Als unabhängiger Kurator und künstlerischer Produzent konzentriert er sich auf den kulturellen Austausch mit Bildungsplattformen im Bereich der Performance-Kunst im Rahmen des internationalen Performance-Festivals DOPUST/Days of Open Performance von 2008 bis 2018 (Kroatien, USA und Österreich). Im Jahr 2011 wurde er mit dem YVAA/Young Visual Artist Award ausgezeichnet. Er arbeitete in der Kunst- und Filmproduktion als Projektkoordinator des Studios von Matthew Barney in New York (2012-2014). Marković hat seine Arbeiten auf der 15. Internationalen Architekturausstellung und der Biennale Sessions Giardini (La Biennale di Venezia 2016 bzw. 2019) sowie auf der Internationalen Biennale Moskau 2016 präsentiert, wo er die Identität des gleichnamigen Künstlers annahm.

Marković hat einen Masterabschluss in Kunst & Wissenschaft von der Universität für angewandte Kunst Wien und arbeitete später in derselben Abteilung als Programmkoordinator für die Europäische Kulturhauptstadt Rijeka 2020. Er war Gastdozent an der UDK Berlin, am IZK/Institut für zeitgenössische Kunst Graz, an der Academy of Ars Zagreb und an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie unabhängiger Kurator in Zusammenarbeit mit dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Rijeka und dem mumok — Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien.

Mit freundlicher Unterstützung von galerie michaela stock

Fotokredit: © Marko Marković, „Southeast sadness in central Europe", 2021, Osijek, Video: Zorica Gojkov

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