Schleifmühlgasse 18 - 1040 Wien
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29.6.
AS FAR AS I CAN GO | radical movements
Gruppenausstellung
29.6.-2.9.2107
WANN: Eröffnung: Donnerstag, 29. Juni, 16 Uhr
WO: galerie michaela stock, Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien

Vlasta Delimar, Gentle Women Group (Aleksandra Artamonova, Evgeniya Lapteva), Siniša Labrović, Marko Marković, Giovanni Morbin, Lala Nomada, Selma Selman, Slaven Tolj, Alexander Viscio

DRINKS & COOKING by Barbatti fine food | 29.6. bis 3.7.2017 | 12 - 23h

Das Kunstprojekt ist in drei Sparten unterteilt, einen Workshop, dem Performancefestival DOPUST / Days of open performance VIENNA 2017 und einer dazu thematisch abgestimmten Ausstellung fokussiert auf Performance.

Die Performance-Kunst stellt immer wieder radikale Ansprüche. Sie hinterfragt moralische Grenzen der Gesellschaft und versucht Tabus zu durchbrechen. Der Körper fungiert dabei sehr oft als wichtiges Element, er wird zum Objekt und wie eine Skulptur oder Leinwand bearbeitet. Solche performative Arbeiten zielen nicht darauf, die Gesellschaft zu verändern, sondern diese darzustellen und zu enthüllen. Sowohl der symbolische wie auch reale Kampf der jeweiligen KünstlerInnen stoßen hier an ihre Grenze.

AS FAR AS I CAN GO – radical movement hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Phänomenen auf den Grund zu gehen und umfasst performative Arbeiten internationaler KünstlerInnen jeden Alters mit unterschiedlichen, kulturellen Backgrounds.

Divergente Positionen und Grenzsituationen wie der materielle, soziale, disziplinierte, traumatisierte und/oder sexuelle Körper werden durch künstlerische Ausdrucksmittel wie Fotografie, Installation, Video und live Performance in den Mittelpunkt gerückt. Die Ethik der Katharsis, die zivilisatorisch verdränge Aggression wird in unser Bewusstseins zurückgeholt, die Grenzerfahrungen des Produzenten selbst navigieren jene der RezipientInnen. Die dünne Grenzziehung zwischen persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Situation werden in allen ausgestellten Werken und Performances thematisiert. Die Grenzen zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen sich und dem andern/dem Gegenüber, zwischen Zuschauen und Eingreifen werden ausgelotet.

In AS FAR AS I CAN GO - radical movements wird der Körper als Erinnerungs- und Transformationsraum benutzt, um Grenzen und Grenzsituationen aufzuspüren. Die PerformancekünstlerInnen wie Vlasta Delimar, Lala Nomada oder die Gentle Women Group erkunden auf welche Weisen der Körper durch wissenschaftliche, kulturelle und soziale Struktur geformt ist: der Produzent/die Produzentin und das Produzierte sind hier in der Materialität des Körpers vereint. Erzählt wird eine Geschichte des Widerstands, eine Geschichte innerer Konflikte und des Kampfs um Macht und Unterwerfung.

Autonome GrenzgängerInnen wie Alexander Viscio, Marko Markovic, Sinisa Labrovic, Selma Selman und Slaven Tolj schrecken in ihren performativen Arbeiten nicht vor radikalen Interventionen zurück, Selbstverletzungen gehören zum Ausloten der eigenen Limits.


Pressetext: As far as I can go | radical movements

Pressebild 1: Alexander Viscio, Predator, 1982, B/W photography, performance, photo by Dennis Balk, Edition: 3 + 2 AP,40 x 40 cm

Pressebild 2: Slaven Tolj, Nature & Society, 2002, photography, Brayta, performance, Edition: 3 + 2 AP, 40 x 50 cm

Pressebild 3: Gentle Women Group, Stone, 2016/17, Video, 13,11 min / Videostill

Pressebild 4: Lala Nomada, The Milk Series: In Situ IV, 2011, performance documentation, Grimmuseum / Berlin. Photo: Matthias Pick

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