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19. - 28.6. 2019
Eröffnung: Di, 18. Jun, 19 Uhr
WO: BKI Haus Wittgenstein
Weitere Orte: Lidl-Filiale, Wiedner Hauptstraße 15 und TQW Studios
Gruppenausstellung


Kurator: Pierre Bal-Blanc

Choreograph: Manuel Pelmuş

BKI Haus Wittgenstein, Wien
Lidl Filiale Wiedner Hauptstraße, Wien
Tanzquartier Wien

Beauftragt von der Kontakt Sammlung und koproduziert vom Tanzquartier Wien

Mit Arbeiten und Performances von: Milan Adamčiak, Geta Brătescu, André Cadere, Cornelius Cardew, Jani Christou, Josef Dabernig, Anna Daučíková, VALIE EXPORT, Stano Filko, Marcus Geiger, Tomislav Gotovac, Ion Grigorescu, Sanja Iveković, Anna Jermolaewa, Július Koller, Jiří Kovanda, Katalin Ladik, Sarah Lucas, Marcello Maloberti, Vlado Martek, Dóra Maurer, Karel Miler, Ivan Moudov, Paul Neagu, Neša Paripović, Manuel Pelmuş, Nedko Solakov, Petr Štembera, Mladen Stilinović, Sven Stilinović, Raša Todosijević, Slaven Tolj, Goran Trbuljak, Ludwig Wittgenstein, Artur Żmijewski et al.

Collective Exhibition for a Single Body – The Private Score – Vienna 2019 ist eine Ausstellung performativer Gesten von Künstlern und Künstlerinnen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Das Projekt beruht auf einer Partitur, die von Pierre Bal-Blanc entwickelt und zum ersten Mal 2017 auf der documenta 14 in Athen und Kassel gezeigt wurde. The Private Score ist die zweite Version dieser Partitur, die auf Initiative der Kontakt Sammlung in Wien realisiert und mit Werken aus der Sammlung der TBA21, des Museum moderner Kunst, Wien sowie Werken, die auch in der Generali Foundation vertreten sind, erweitert wird.

Die Wiener Version bezieht sich auf künstlerische Gesten, die im osteuropäischen Sozialismus der 1960er- und 1970er-Jahre entstanden sind. Berücksichtigt werden auch Werke von Kunstschaffenden der 1989-Generation, die das emanzipatorische Potenzial der Neoavantgarde reaktivierten. Die in Kunstwerken eingeschriebenen Gesten werden in eine Partitur übersetzt und von Tänzern und Tänzerinnen aufgeführt, die scheinbar ungeplant in Alltagssituationen auftauchen.

Im Wittgenstein Haus werden die Werke aus den Wiener Sammlungen gezeigt, die den Ausgangspunkt der performativen Gesten bilden, sowie weiterführende Werke.

Das Haus Wittgenstein, das 1926 von Ludwig Wittgenstein entworfen und vom Adolf Loos-Schüler Paul Engelmann für Wittgensteins Schwester Margaret Stonborough-Wittgenstein errichtet wurde, gilt als österreichische Architekturikone der Moderne. Nach heftigen Protesten gegen den Abriss des Gebäudes und Petitionen namhafter Wiener Architekten, Künstlern und Denkmalschützern, wurde das Gebäude 1975 von der Volksrepublik Bulgarien erworben und dient seither als bulgarisches Kulturinstitut. Mit seiner einzigartigen Geschichte erfährt das Haus eine große Bedeutung für den kulturellen Austausch zwischen Österreich, Bulgarien und Südosteuropa.

Die subtilen Gesten der Tänzer und Tänzerinnen in der Lidl Filiale referenzieren auf jene performativen Gesten der im Wittgenstein Haus ausgestellten Arbeiten und bieten einen kontemplativen Gegenpol zu einer reizüberfluteten kapitalistischen Gesellschaft in ihrem konstanten Drang nach Optimierung und Effizienz.

Collective Exhibition for a Single Body – The Private Score – Vienna 2019

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