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Bildraum Bodensee
23.2. - 3.4.2018
Eröffnung: Donnerstag, 22. Februar um 19 Uhr

Begrüßung Günter Schönberger, Bildrecht

Zur Ausstellung Michaela Stock im Gespräch mit den KünstlerInnen

Performance Marko Marković

Finissage & Artist Talk: Dienstag, 3. April 2018 um 19 Uhr
WO: Bildraum Bodensee, Seestraße 5, 2 Stock, 6900 Bregenz

 

Ein Blick in die Ausstellung, Videorundgang > Emotional Journey
Video: Veronika Merklein

Fotodokumentation, Kurzfilm > Emotional Journey
Foto: Petra Rainer | © Bildrecht, Wien 2018

Die Interaktion und der emotionale Austausch zwischen KünstlerInnen, Kunstwerk und BetrachterInnen bilden einen Brennpunkt der künstlerischen Erforschung. Gefühle werden in einer von Distanz geprägten Gesellschaft gern in die Privatsphäre geschoben. Im Bildraum Bodensee gehen sechs internationale Kunstschaffende dem Phänomen der Emotionalität in Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen, Videos und Performances auf den Grund. Evelyn Loschy (AT), Marko Marković (HR), Veronika Merklein (DE), Sofie Muller (BE), Viktors Svikis (LV) und Marko Zink (AT) thematisieren Tabuthemen wie Angst, Wut, Trauer, Scham aber auch Freude. Divergente Positionen zu Trauma, Sexualisierung, aber auch zu Sarkasmus und Humor werden in Emotional Journey in den Mittelpunkt gerückt.




Die österreichische Künstlerin Evelyn Loschy arbeitet mit unterschiedlichen Materialien und Methoden - Video, Fotografie, ortsspezifischen Interventionen, kinetischen, (auto-)destruktiven Skulpturen. In letzteren befasst sie sich mit der Konstruktion und Dekonstruktion von Wirklichkeiten. Die Zerstörungstendenzen in der bildenden Kunst versteht Loschy als Echo eines allgemeinen kulturgeschichtlichen Wandels und bezieht sie auf ihre eigene Gefühlswelt, aber auch auf die die emotionale Welt der RezipientInnen.

Der kroatische Medienkünstler Marko Marković hinterfragt Machtstrukturen sowie politische Systeme und reizt gesellschaftliche Tabus aus. In seinen Performances schreckt er auch vor radikalen performativen Statements nicht zurück. Seinen Körper setzt er ein, um Geschichten des offenen Widerstands sowie innerer Konflikte zu erzählen, Geschichten eines emotionell aufgeladenen Kampfes um Macht und Unterwerfung. Die damit verbundene Kunst der Selbstverletzung ist stets auch eine Attacke auf das Publikum. Wenn sich jemand im Namen der Kunst selbst körperlich schadet, sind Opfer und Aggressor eins.

Für die deutsche Künstlerin Veronika Merklein ist der menschliche Körper das zentrale Element ihrer Performances und Fotoarbeiten. Ausgehend vom eigenen Körper hinterfragt sie Körper- und Nahrungsmittelpolitiken. Merklein bedient sich dabei vorwiegend popkultureller Elemente. Mit diesen untersucht sie asymmetrische Machtverhältnisse und die Objektifizierungsmuster, welchen die Menschen in der heutigen Konsumgesellschaft unterliegen und die diese im sozialen Umfeld oft auf ihr Äußeres reduzieren.

Die Skulpturen und Rauchzeichnungen der belgischen Künstlerin Sofie Muller kreisen um existenzielle Themen wie Verletzung und Traumatisierung, psychische Fragilität, sowie Sehnsucht nach Gemeinschaft. Die Künstlerin entwirft eine anspruchsvolle Vision unserer Realität, indem sie deren Widersprüche und Komplexitäten aufdeckt. Mit zugleich verstörenden und einfühlsamen Bronzefiguren von Jugendlichen erforscht sie den menschlichen Körper als Ausdrucksträger seelischer Zustände und mentaler Befindlichkeiten.

Auffällig an der Malweise des lettischen Künstlers Viktors Svikis ist seine unmittelbare Ausdruckskraft, die kaum von konzeptuellen Überlegungen geleitet ist. In Kohlezeichnungen und Ölmalereien zeigt er Szenen der Kraft, Macht und Gewalt in Alltags- und Ausnahmesituationen. Svikis deckt auf ohne zu werten, seine Protagonisten wirken eigentümlich isoliert.

Der österreichische Fotograf Marko Zink begibt sich in seinen analogen, mechanisch und chemisch bearbeiteten Fotoserien auf die Suche nach der verlorenen Zeit und erzählt uns (s)eine private Geschichte, in der er über Körpervorstellungen und soziale Rollenkonzepte reflektiert. Durch die Bearbeitung des Filmmaterials ergeben sich unvorhersehbare Effekte zumeist unscharfer Art. Zink verweist damit auf physische oder metaphysische Konzepte sowie emotionale Dissonanzen und Irritationen.


Eine Ausstellung in Kooperation mit der Galerie Michaela Stock
Mit freundlicher Unterstützung der belgischen Botschaft


Mehr Information > Bildraum Bodensee

 

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