Schleifmühlgasse 18 - 1040 Wien
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21.1.2017
VLADO MARTEK | PREPARATION FOR ART
21.1. - 11.3.2017
Vernissage: Samstag, 21. Jänner um 18 Uhr
Wo: galerie michaela stock, Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien

 

Der kroatischen Konzeptkünstler Vlado Martek, hinterfragen in seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie Michaela Stock welches Potenzial in einem Kunstwerk stecken könnte. Das kann bis zur Dekonstruktion des Kunstwerkes führen und dabei wird das Bildmedium selbst hinterfragt und das Interesse gilt nicht dem Kunstwerk selbst, sondern dem Prozess der Bildfindung.

Die in den Ausstellungen gezeigten Arbeiten sind geprägt von einer Konstruktion einer „Kommunikation" zwischen den verschiedenen Bestandteilen. Es zeigt sich eine Binnenstruktur einer Erzählung über die Wirklichkeit, die wiederum als externer Dialog zwischen Objekt und Betrachter rezipiert wird. Die Sprache kann als konstituierendes Element der Weltwahrnehmung begriffen werden.

Geschichtliche, politische und kulturelle Aspekte sind die Ausgangspunkte der konzeptuellen und performativen Installationen, die meistens ephemere und vergängliche Materialien benutzen.

Vlado Martek ist ein post-konzeptualistischer Künstler, Multimedia-Künstler, Poet und Schriftsteller aus Kroatien. Er wurde in Zagreb geboren, studierte Philosophie und Literatur und war anfänglich als Poet tätig. Der Ausgangspunkt seines künstlerischen Oeuvres ist die Gleichgewichtigkeit von poetischer Sprache und künstlerischem Denken. Nach Dubravka Duric kann Martek als Dichter unter den bildenden Künstlern und als Künstler unter den Dichtern gesehen werden. Das Werk von Vlado Martek wird auch als Avantgarde-Poesie angesehen, oder wie er es selbst nennt „pre-poetry". Martek ist zur visuellen Kunst übergegangen, um die Grenzen der Sprache zu überschreiten, und meint, dass die visuelle Sprache für ihn viel universeller ist. Er spricht von sich selbst als "Kind des Konzeptualismus".

In den späten 70er Jahren war er Mitglied des neo-konzeptuellen Kollektivs Group of Six Artists, welche nicht nur „exhibiton actions" sondern auch das selbstpublizierte Kunstmagazin Maj 75 initiierten.

In seiner ersten Einzelausstellung in Wien konzentriert sich Martek auf seine poetischen Experimente und seine Annäherung an die bildende Kunst. Martek hat einmal angemerkt: „Alle Poesie kann auf die Vorbereitungen für die Poesie reduziert werden" und für ihn ist die Poesie kein fertiges, abgeschlossenes Werk, sondern vielmehr entsteht diese durch den Dichter und durch den eigentlichen Konzeptualisierungs- und Schreibprozess. Genauso verhält es sich auch mit der Kunst. Er interessiert sich nicht für das Kunstwerk als Endprodukt, sondern welche Arbeitsschritte und Materialien benötigt werden, welche ihn zu einem gewünschten Erfolg führen.

Für Martek ist die Vorbereitung für die Kunst ein manieristischer Brauch und jenes Minimum ist immer ein Abbild und Ausdruck der Vorbereitung. Es wird bis zu einer gewissen Grenze und Höhe gebaut und dann bleibt man stehen, der Prozess wird eingefroren. Die vorbereitende Wolke hält alle Elemente zusammen - die Vorbereitung dauert. Gesammelt sind Erkenntnis, Einblicke und Aktivismus – alles für den Kunstkörper. Jenes was ausbleibt – sollte auch nicht entstehen (es handelt sich um einen gewissen Formüberschuss). Alle Schönheit der Vorbereitung ist in den Fragmenten materialisiert.



Pressetext: VLADO MARTEK | PREPARATION FOR ART
Pressebild 1: Vlado Martek, Vorbereitung, 34,5 x 24,5 cm, Assemblage, 2015
Pressebild 2: Vlado Martek, Ich respektiere Probleme der Kunst, 24,5 x 35 cm, Assemblage, 2014
Vlado Martek

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