Schleifmühlgasse 18 - 1040 Wien
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14.9. - 13.10.2018
Eröffnung: 13.9.2018, 18h
Galerie Michaela Stock & Bf2

 Schleifmühlgasse 18 & 1,1040 Vienna, Austria

Der amerikanische Künstler Stephen Althouse entwickelte während seiner Kindheit im ländlichen Bucks County, Pennsylvania, eine Leidenschaft für die Amish Kultur. Seine erste Galerieausstellung in Wien mit dem Titel Reconstruction of Memory zeigt Serie von großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien und verwandelt Überreste aus der Vergangenheit in eindrucksvolle, detailgetreue Bilder. Diese handgefertigten Objekte, wie ein Hammer, eine Tür, Schuhe sowie Schmuck stellen die Menschheit durch ihre hinterlassenen Artefakte dar. Er verknüpft locker seine Objekte um neue Kunstwerke mit neuen Geschichten für unsere Zeit zu schaffen.

Betritt man den Keller der Galerie, stellt man fest, dass Stephen Althouse mit diesen Bildern Erinnerungen rekonstruiert und uns verschiedene Geschichten erzählt, die uns helfen, die Bedeutung dieser Alltagsgegenstände zu verstehen. Althouse hat für uns Hinweise hinterlassen, weil er glaubt, dass wir oft von der Oberfläche geblendet sind und somit dem wahren Zustand der Dinge nicht klar erkennen. Aus diesem Grund verschlüsselt der Künstler Phrasen in Blindenschrift, Latein, mittelalterlichem Deutsch und Pennsylvania Niederländisch in seinen Fotografien. Die Botschaften hat er nach-träglich digital in seinen Bildern platziert.

Althouse produziert in dieser Ausstellung nicht nur Bilder von völlig vertrauten Objekten, um neue Geschichten zu schaffen, sondern nutzt auch die Kraft der Musik, um die Vergangenheit zu bewahren. Für die Amish ist der Glaube ein wichtiger Bestandteil ihres Lebensstils, ebenso ist Musik ein wichtiger Teil ihres täglichen Lebens. Die Fähigkeit mit Musik die Erinnerung an die Vergangenheit zu untermauern, ist eine der stärksten narrativen Qualitäten der Amish und ihre Hymnengesangstraditionen bewahren ihre Identität durch die Verwendung von mündlich überlieferten Texten. Deshalb werden in der Ausstellung Amish Songs, die über Solidarität und Identität erzählen, leise gespielt.

Die Aussagekraft der Fotografien von Althouses beginnt mit der Entdeckung alter Gegenstände, die für ihn ein besonderes Gefühl der Erinnerung oder des Geheimnisses zu verkörpern scheinen. Seine Bilder scheinen die Geschichte eines Objekts einzufrieren, die Zeit festzuhalten, und seine Objekte werden zu Sinnspeichern, zu symbolischen Gefäßen, gefüllt mit Komplexität und Widersprüche der wandelnden menschlichen Erfahrung.



Parallel zu dieser Ausstellung in der galerie michaela stock in Wien sind zeitgleich zwei weitere Ein-zelausstellungen zu sehen: Mobile Museum of Art in Mobile Alabama, USA (4.10.2018 - 10.2.2019), und im Museum Moderner Kunst Kärnten in Klagenfurt (14.6.2018 - 7.10.2018).

Leporello zur Ausstellung > klick HIER

Viewing, Night, and Reconstruction: the work of Stephen Althouse by Josseline Black
Interview with Stephen Althouse in tandem/ September 4, 2018, Josseline Black

Künstler-Biographie:
Stephen Althouse ist in der ländlichen Gegend Bucks, Pennsylvania, aufgewachsen und verbrachte später viel Zeit mit Reisen und Studienaufhalten im Ausland. Er erwarb seinen Bachelor of Fine Arts und seinen Master of Fine Arts in Bildhauerei an der University of Miami, Florida, und der Virginia Commonwealth University. Althouse begann als Bildhauer zu arbeiten später hat er sich der Fotografie zugewandt. Althouse entdeckte, dass er mittels der Fotografie bestimmte Wahrnehmung festhalten und kontrollieren kann. Er manipuliert die dargestellten Szenen digital, um seine überlebensgroßen, minimalistischen Kompositionen zu kreieren.

Pressetext > Stephen Althouse  - Reconstruction of Memory
Pressebild 1: Stephen Althouse, Autumn Plant, 2003, s / w Pigmentdruck, Edition : 2/25, 112,5 x 83,5 cm (Bild:105,5 x 77 cm)
Pressebild 2: Stephen Althouse, Door with Hole, 2017, s /w Pigmentprint, Edition: 1/25,156 x 105 cm (Bild: 162,5 x 112 cm)

 

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