Schleifmühlgasse 18 - 1040 Wien
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22.1.2015
Lukas Troberg | #YOLO An einem dieser Abende, an dem das Ich zum Du wird.
Vernissage: Donnerstag, 22.1., 18 Uhr
WO: Galerie Michaela Stock, Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien

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LUKAS TROBERG
#YOLO
an einem dieser Abende, an dem das Ich zum Du wird

Ausstellung und Buchpräsentation
22.1.-31.1.2015

Jedes Jahrzehnt hat seine Generation, jede Generation hat ihre Subkultur(en). Die rasante Entwicklung der Technik, der stetige Fluss an Informationen und die Globalisierung beschleunigen diesen Prozess und ermöglichen der Jugend, immer wieder neue Stile und Bewegungen zu kreieren. Die allgegenwärtige elektronische Kommunikation hat eine ganz eigene Sprache entwickelt. Mit Smartphone und Tablet, Twitter und WhatsApp wird anders kommuniziert als per Brief oder Telefon. Genau dieser Generation gehört der junge Künstler Lukas Troberg an. Die künstlerischen Wurzeln in der Graffiti- und Street Art, finden sich die Zeichen und Schrifttypen dieses Genres daher nicht selten in seinem facettenreichen Werk wieder. Troberg ist aufgewachsen mit Blogs und Social Network und lernte quasi als zweite Muttersprache die Semantik der Browsereingaben, das „Sich-Zurechtfinden" im größten Informationspool aller Zeiten.
In seiner Ausstellung wird die Wandskulptur #YOLO und das Kunstbuch "An einem dieser Abende, an dem das Ich zum Du wird." gezeigt. Im Galerieraum ist lediglich die Wandskulptur #YOLO zu sehen. Diese besteht aus weißen Aluminiumbuchstaben, deren Front verspiegelt ist. Umlaufend sind Energiesparlampen montiert, sodass die Buchstaben riesigen Schminkspiegeln ähneln, die den Betrachter in "bestem" Licht zeigen.
Die Höhe der Buchstaben ist mit 177 cm bewusst genau der Körpergröße des Künstlers angepasst.
Der Betrachter soll durch das grelle, blendende Licht gleichzeitig angezogen, doch auch abgestoßen werden.
Das unsere Generation Y prägende #YOLO ist so protzig, so unangenehm, so präsent, dass man sich seiner Wirkung auch außerhalb der Galerieräume nicht entziehen kann.
YOLO ist die Abkürzung für die Phrase „you only live once" sowie eine Aufforderung, eine Chance zu nutzen und einfach Spaß zu haben, egal welchen Gefahren man sich aussetzt, welche Verbote man missachtet. Die Raute, das sogenannte Hashtag ist durch Twitter zu großer Beliebtheit gekommen und dient dazu, Worte zu z.B. Fotos oder Videos zu "taggen", um diese im Internet leichter auffindbar zu machen.

Parallel wird von Lukas Troberg ein Kunstbuch publiziert, in dem er der Frage nachgeht, was ein Buch eigentlich ist: „Für mich ist es in diesem Fall Ausstellungsraum: Jede der Seiten soll als Wandfläche gesehen werden. Das heißt, es werden Texte, aber auch Bilder von meinen Arbeiten sowie auch Arbeiten, die nur auf den Buchseiten direkt funktionieren, zu sehen sein. Auch wird mit dem Format des Buches spielerisch umgegangen. Es wird u.a. ausklappbare Seiten und unterschiedliche Papierarten geben, um auf die verschiedenen Formate und Materialien meiner Arbeiten zu verweisen".
Wichtig war, weder einen Katalog, noch ein klassisches Buch mit Text und Bild zu schaffen, sondern eine Art Skulptur, die auf verschiedenste Arten lesbar ist. Man soll wie in einer Ausstellung nur eine grobe Richtung vorgegeben bekommen, jedoch seinen ganz persönlichen Weg selbst wählen können; somit wird es auch keine Seitenzahlen geben.

Mit dieser Ausstellung möchte Lukas Troberg die Verhältnisse verkehren: „die eigentliche Werkpräsentation wird reduziert auf lediglich eine Arbeit, die auch als "Flachware" fungieren könnte. Das Buch, das im Regelfall als Beiwerk existiert, wird zur eigentlichen Ausstellung werden.

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