Schleifmühlgasse 18 - 1040 Wien
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27.6.2013
EVELYN LOSCHY, CÉLINE STRUGER, THOMAS WAGENSOMMERER | GLEAM I
curated by Lukas Troberg
Wo: UNTERER STOCK galerie michaela stock, Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien

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Mit dem Programm „GLEAM" lädt Galerie Michaela Stock Studenten der Universität für Angewandte Kunst Wien zwei bis drei Mal im Jahr zu einer von Studenten/Absolventen der Universität kuratierten Ausstellung im Basement der galerie michaela stock ein.

GLEAM I
Vernissage: Donnerstag, 27.6.2013 ab 18 Uhr

Evelyn Loschy I entkoppelung
Céline Struger I California Variation
Thomas Wagensommerer I two posts (3847)
curated by Lukas Troberg

Evelyn Loschy I entkoppelung I Performance-Video
Das Video (1:32 min., stop-motion. loop) bestehend aus schwarz/weißen Photo-Booth-Stills, synchronisiert mit dem Sound einer mechanischen Schreibmaschine. Ein Spiel wie ein Kampf. Eine Entkoppelung von veralteten Denkschemata, die mittels Sound in codierter Form hörbar sind.

Céline Struger I California Variation I Installation
Es wird eine installative Adaption aus zwei Arbeiten gezeigt. Den Korpus bildet ein Dreibein aus Stahlrohren, das als Deckenstütze im Raum platziert wird. Die Konstruktion wird zwischen Decke und Boden gespreizt. Ursprünglich hatte sie die Last eines 100 kg schweren Kunststeins zu tragen, dieser wird nun durch 100kg der pulvrigen Substanz Natron ersetzt.
Die Silhouette des Dreispitzes verweist auf die frühere Arbeit „Schläfer", einem Kegel, der ebenfalls aus 100kg Natron bestand. Das Pulver reagiert chemisch auf die Gegebenheit des Kellerraumes. Es bindet den Sauerstoff der Luft und entzieht so deren Feuchtigkeit. Innerhalb weniger Stunden klumpt das Pulver und bildet harte Kristallbrocken.

Thomas Wagensommerer I two posts (3847) I Audioinstallation
Die am Punkt, an der Linie und an der Fläche orientierte Komposition dieser Arbeit ermöglicht eine ins Bildhafte zurückführende Auseinandersetzung mit der Betonung und Verschleierung von Raumkonstanten. Die Installation kann als auditives Bühnenbild verstanden werden, das die/den ProtagonistIn dramaturgisch trägt, in dem es eben diesem ein amorphes Gegenüber bereitstellt. Dieses Gegenüber kann gewissermaßen alle möglichen Formen annehmen. Doch passiert das nicht in quantifizierbaren Einheiten, sondern agiert wie ein geisterhaftes Wesen ohne Gegenwart, jedoch mit erfahrbarer Vergangenheit und bereits erahnender Zukunft. Das auditive Bühnenbild scheint jedoch nicht aktiv zu handeln, sondern tut dies in Form einer den Raum durch Beschneidungen und Betonungen dynamisch synthetisierenden Maske. Somit drängt sich der Raum als Zentrum der Betrachtung auf und verweist die/den ProtagonistIn in den Hintergrund und scheint sogar mit Vorsatz sich an der gänzlichen Subtraktion eben dieser abzuarbeiten.

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