Schleifmühlgasse 18 - 1040 Wien
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14.03.2013
ALEXANDER VISCIO | HARDPLACE ROCK & Occupy A.I.R.
Performance, Installation
15. März – 8. Mai 2013 Vernissage: Donnerstag, 14.3.2013 von 18 - 21 Uhr, Performance: 18.30 – 20 Uhr
Wo: Galerie Michaela Stock & NEXT DOOR, Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien

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VIENNA GALLERY WEEKEND
3. - 5. Mai 2013

Performance & Artist Talk: Alexander Viscio & Slaven Tolj (Künstler, Direktor MSSU Rijeka)

Katalogpräsentation: Alexander Viscio Hardplace Rock mit einem Text von Ilse Lafer & Synne Genzmer 

www.viennagalleryweekend.com
www.facebook.com/viennagalleryweekend

ALEXANDER VISCIO 
HARDPLACE ROCK & OCCUPY A.I.R.

Der Dreh- und Angelpunkt von Alexander Viscios künstlerischer Arbeit ist es neue Bedeutungen von literarischen Konventionen zu schaffen. Verbale Wortspiele werden verarbeitet und kreiert um das alltägliche Zusammenspiel zwischen Menschen darzustellen und deren Wahrnehmung davon zu erweitern. 

Wobei es das Ziel des Künstlers ist, nicht nur die Verletzbarkeit von Sprache darzulegen, sondern gleichzeitig aufzuzeigen inwiefern Sprache rekonstruiert werden kann um einen objektiveren Zugang zu unserer Umgebung zu finden.

In der Galerie Michaela Stock wird u.a. mit "Hardplace Rock" ein weiteres "VAL Vehicles for Another Landscape" zu sehen sein, aus einer Objektserie stammend, die seit 1999 laufend erweitert wird. 

Dazu der Künstler: „VAL ist eine Serie von auf Performance basierenden Apparaten, welche mir ermöglichen durch den Ausstellungsbereich zu navigieren und derart dessen physiologischen bzw. psychologischen Parameter auszutesten und gleichzeitig die der Zuschauer.“ 

Hardplace Rock (2013) ist ein Hybrid zwischen einer sogenannten Dynasphere (einem Fortbewegungsmittel aus dem Jahre 1932) und einer modernisierten Form eines Hamsterrades. Die Wörter „Hardplace“ und „Rock“ sind in Brailleschrift in je eine der beiden Seiten des Objekts geschnitten. Diese Löcher sind Reminiszenzen an die sogenannten „Glory holes“ erotischer Peep Shows und liefern einen Zugang zu dem was sich in dem Rad befindet, was es zum Rotieren bringt. Der Künstler befindet sich in dem Objekt, auf den Querstreben des Rades vor und zurück schreitend, wodurch er die Konstruktion vom einen Ende der Galerie zum Anderen bewegt. Mit dieser Aktion zwingt er die Zuschauer dazu der sich bewegenden Skulptur auszuweichen; sie sind gefangen zwischen „rock“ (dem Rad) und einem „harten“ Ort (den Galeriewänden).

Im NEXT DOOR galerie michaela stock wird die Dokumentation des Artist In Residence Programmes Occupy zu sehen sein, welches 2012 in Tuzla / Bosnien-Herzegovina stattfand.

Die „Occupy Wall Street“ Bewegung startete mit Zeltstädten am Union Square New Yorks und breitete sich auf globale Austragungsorte aus, jedoch – so Alexander Viscio – „realisierte ich, dass die Bewegung nichts dazu beigetragen hat das Gros der Unstimmigkeiten in der ökonomischen Bevölkerungsstatistik der Vereinigten Staaten zu beeinflussen.“ Wenn überhaupt, so der Künstler weiter, so war die Bewegung eine Anstrengung der Basis, die den Begriff „Occupy“ mehr als eine Metapher verwendete, ohne merkliche Konsequenzen beim Ziel der Kritik zu hinterlassen.

„Occupy“ A.I.R. 2012 war der Versuch das Wort „Occupy“ innerhalb eines physischen Kontexts zu aktualisieren, welches der Öffentlichkeit einen Rahmen liefern sollte für Aktionen, die klare Formen und Effekte herbeiführen sollten. In Tuzla wurde das Wort „Occupy“ zum ersten Mal in einer Dimension konzipiert und konstruiert, dass bis zu 180 Einwohner der Stadt darin Platz fanden es zu besetzen. Der Raum wurde so zu einer Plattform für Aktionen verwandelt, welche einerseits dem Schmerz und der Trauer über die im Krieg Verstorbenen Platz bot und andererseits eine Freudendeklaration der Überlebenden innerhalb von „Occupy“ darstellte.

Alexander Viscio

 

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