Schleifmühlgasse 18 - 1040 Wien
+43-1-9207778 - info@galerie-stock.net

19.1.2012
Galerie Lisi Hämmerle zeigt
EDGAR LEISSING | PHANTASIEENTFACHUNGSENERGIE
Malerei, Zeichnung
20.1. - 11.2.2012
WO: NEXT DOOR galerie michaela stock, Schleifmühlgasse 18, 1040 Wien

.

„Diese scheinbare Leichtigkeit, mit der Edgar Leissing seine Figuren bestückt, mit einer barfüßigen Schwere eines scheinbar statischen Lebens, das nie wirklich den Boden berührt und vielleicht auch nie wirklich schweben will. Aggregierte Zustände. Geerdet und doch keine Verortung. Lost in time and lost in space. Kein Raum, nirgends, um die Figuren seiner Begierde festzumachen. Unvertäut liegen sie wie Boote am Kai und doch treibt sie nicht eine Sehnsucht nach der unendlichen Ferne. Nichts scheint fehl am Platz. Findlinge, wie von einem Gletscher vor langer Zeit abgelegt ..." Thomas Schiretz, 21.11.2011

Edgar Leissing in Wien
Zuletzt sorgte der Bregenzer Künstler Edgar Leissing in Wien für Furore. Nicht nur, dass sich sein Gemälde „SchwellenangstEkstase" von 2003 in der bis 30. Januar 2012 laufenden Ausstellung „The Excitement Continues" im Leopold Museum unter die Gesellschaft so prominenter Namen wie Adolf Frohner, Kiki Kogelnik, Elke Krystufek oder Erwin Wurm mischt. Leissings Arbeit wurde für die Schau, die mit zeitgenössischer Kunst nach 1945 einen bisher kaum bekannten Sammlungsschwerpunkt aus den umfassenden Beständen der Privatsammlung von Museumsgründer Rudolf Leopold zeigt, gar zum Titelsujet gewählt, das Rauschzustände bzw. den Rausch der Bilderflut grandios repräsentiert.

Im Zeichen des Tieres
Doch die Aufregung um Bilder, wie sie im Leopold-Ausstellungstitel antönt, geht auch für Edgar Leissing noch weiter. Denn eigentlich stand das Jahr 2011 für den Maler und Grafiker ganz im Zeichen des Tieres. Das künstlerisch-gestalterische Prinzip ist dasselbe geblieben, wenn zusammenkommt, was nicht zusammengehört, aber Leissing wäre nicht Leissing, wenn er nicht dem Bekannten auch wieder etwas Neues abzugewinnen vermöchte: Nach wie vor sind es Körperverschmelzungen, diesmal zwischen Menschenmodellen, die per Zeichenstift aus der Realität aufs Papier gebracht werden, und Tieren, speziell Vögeln, die aus einem antiquarischen Buch oder aus Leissings Archiv stammen in die Wirklichkeit des Bildes gehüpft sind.

Bilderjäger und Bilderjunkie
Diese „Kollisionen" sind die eigentliche künstlerische Domäne von Bilderjäger und Bilderjunkie Edgar Leissing. Seit über 20 Jahren sammelt und archiviert der Bregenzer Künstler Bilder aus der massenmedialen Reproduktion. Herausgelöst aus ihrem Kontext, extrahiert aus der Flut von Bildern, die uns in Zeitung, Fernsehen und am Computer tagtäglich überrollen, arrangiert der Maler, Zeichner und Grafiker die Bilder jenseits gewohnter Bahnen neu, würden sie sich doch ansonsten zu Tode langweilen. In jüngster Zeit „klaut" der Künstler weniger Bilder, als er sich vielmehr auch mit der Fotokamera auf die Bilderpirsch begibt – auf Reisen oder beim allwöchentlichen Aktzeichnen im Atelier – und auch zur anschließenden Bearbeitung der Motive die Möglichkeiten digitaler Technik gerne nutzt. Diesen Crash widersprüchlichster Realitäten betreibt Leissing in Perfektion: „(Ich) ... knüpfe neue Verbindungen mittels Farbe, Form und Bewegung; führe Menschen zusammen; menschliche Körper, Körperteile, Blumen und Tiere; und lenke sie auf eine neue Umlaufbahn; um den eigenen Kosmos neu zu erforschen." Ariane Grabher Nov. 2011

Galerie Lisi Hämmerle
Edgar Leissing

Go to top