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Alexander Viscio studierte in den 1980er Jahren an der Kunsthochschule CalArts (California Institute of the Arts) in Valencia, Kalifornien, Fine Arts in Multi-Media und Kritischer Theorie bei John Baldessari. Für einige Jahre unterrichtete er 3D-Design am Jersey State College in New Jersey.
Neben seinem künstlerischen Schaffen übernimmt er regelmäßig kuratorische Tätigkeiten - aktuell porträtiert er online auf www.thenewyorkoptimist.com, in einer wöchentlich erscheinenden Kolumne, internationale KünstlerInnen.

In den letzten 3 Jahrzehnten hat Viscio eine Vielzahl an Arbeiten inszeniert, die als Live-Site-Installationen"bezeichnet werden können. Es sind ortsspezifische Installationen, visuelle Events, die eigens für den Ort des Geschehens geschaffen sind. Sie involvieren eine menschliche Präsenz, deren Rolle es ist die Gegebenheiten dieses zeitweiligen Umfelds zu steuern, mehr, als darin selbst zu agieren. Die zeitliche Limitierung und räumliche Begrenzung der Installation evoziert ein labiles Set, das nach besonderen Strategien der Aufmerksamkeit verlangt - spontane Intervention und Reaktionen auf den Kontext sind gefordert, wobei das visuelle Bild als Träger des Inhalts fungiert.
Seine Kunst provoziert, denn das augenblicklich Wahrgenommene ist nur von kurzer Existenz. Im nächsten Moment ist der gewonnene Eindruck obsolet und die situative Veränderlichkeit hinterlässt Zweifel am Vorangegangenen. In diesem künstlerischen Experimentierfeld gilt es, die unikale Situation bestmöglich auszuspielen.
Die Formen des Künstlerischen entziehen sich dabei einer klaren Kategorisierung. Viscios Arbeit ist eine Verschmelzung traditioneller Disziplinen und Neuer Medien, die sich der Kunstgeschichte mit kritischem Humor annähert.

Viscio sieht sein Oeuvre im Literarischen verankert. In der Manipulation der Sprache in visuelle Wortspiele manifestiert sich auch die treibende Kraft hinter seinem Schaffen. Durch die Möglichkeit Worte in ein abstraktes Objekt zu transformieren und in weiterer Folge zu instrumentalisieren, zeigt er nicht nur die Verwundbarkeit der Sprache auf, sondern beeinflusst auch den Interpretationsspielraum.

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